Darauf solltest Du beim Jobwechsel achten!

1. Was genau gefällt Dir nicht?

Bevor Du Dich mit neuen Angeboten am Markt beschäftigst, solltest Du genau analysieren, was Dir aktuell in Deinem Job nicht gefällt.

  • Kommst Du inhaltlich nicht weiter und suchst einen Arbeitgeber, der Dir einen anderen Themenschwerpunkt anbietet?
  • Missfällt Dir die Art und Weise, wie Dein Chef Dich führt bzw. dass er Dich überhaupt nicht ausbildet?
  • Passen Deine Kollegen nicht zu Dir?
  • Wünscht Du Dir insgesamt ein anderes Arbeitsklima?
  • Möchtest Du Dich karrieremäßig weiterentwickeln, kannst dieses aber bei Deinem aktuellen Arbeitsgeber bzw. in Deiner Kanzlei nicht umsetzen?


Nachdem Du diese Punkte für Dich aufgelistet hast, solltest Du in eine Gewichtung gehen. Was ist Dir sehr wichtig und auf worauf könntest Du möglicherweise sogar verzichten? Die dann wichtigen Punkte solltest Du in den Gesprächen mit den potentiell neuen Arbeitgebern ganz genau betrachten und hinterfragen. Woran genau machst Du fest, dass diese Themen beim neuen Arbeitgeber anders gelebt werden?

2. Was hat Dir in Deinem Job gut gefallen und was möchtest Du weiterleben?

Wir neigen dazu, das groß zu machen, was uns gerade stört. Vielleicht gibt es aber auch Punkte in Deiner jetzigen beruflichen Tätigkeit, die Dir sehr gut gefallen und die Dir auch im nächsten Job wichtig sind. Liste diese Themenbereiche kurz einmal auf und priorisiere Sie wieder entsprechend. Auch diese Punkte solltest Du zum Gegenstand der anstehenden Gespräche machen.

3. Bevor Du Dich auf die Suche nach einem neuen Arbeitgeber machst...

Bevor Du dich mit dem externen Markt und neuen Arbeitgebern und Kanzleien beschäftigst, reflektiere für Dich doch noch einmal, ob Du bei Deinem Chef Deine Unzufriedenheit angesprochen hast. Weiß er, was Dich stört und Du gerne verändern möchtest? Habt Ihr gemeinsam versucht, diese Themen aufzunehmen und umzusetzen? Wenn nicht, solltest Du vor einem Wechsel in dieses Gespräch gehen. Auch in einem neuen Job wird es Themen geben, die Dir nicht immer gefallen. Und es ist wichtig zu lernen, in Kritikgespräche zu gehen und Dinge einzufordern. Hast Du dagegen schon oft versucht, mit Deinem Chef zu sprechen und dieser ist nicht bereit, mit Dir an Veränderungen zu arbeiten, dann musst Du diese „Schleife“ nicht drehen.

4. Wähle den für Dich richtigen Zeitpunkt

Ein Job- oder Kanzleiwechsel „Hals über Kopf“ fühlt sich meistens nicht gut an. Und den Vertrag zu kündigen, ohne etwas Neues zu haben, ist auch nicht jedermanns Sache. Überlege und plane daher klug, wann ein guter Zeitpunkt für einen Wechsel für Dich wäre und wie viele Gespräche Du mit anderen Unternehmen und Kanzleien führen möchtest, um Dich zu entscheiden. Nimm nicht gleich das erste Angebot, sondern lass Dir etwas Zeit, verschiedene Alternativen zu überprüfen. Erst mit den Gesprächen wird einem häufig klar, was einem wirklich wichtig ist und welche Angebote im Markt es gibt.

5. Beziehe Deinen Bauch in die Entscheidung mit ein!

Neben allen rationalen Gründen hat Dein Bauch bei einem Jobwechsel auch mitzusprechen. Letztlich möchtest Du nicht nur den inhaltlich passenden Job, sondern eine neue Aufgabe, mit der Du Dich so richtig wohl fühlst. Daher horche in und auch nach den Gesprächen in Dich hinein. In welchem Gespräch hast Du Dich am wohlsten gefühlt? Welches Unternehmen bzw. Kanzlei war Dir am sympathischsten? An welches Gespräch denkst Du im Nachhinein am liebsten zurück?

6. Lass Dich von anderen nicht verunsichern

Es ist natürlich nicht verboten, sich Tipps und Rat von anderen Kollegen zu holen. Lass Dich dadurch aber nicht verunsichern und verwirren. Jeder Mensch legt bei der Auswahl des Arbeitsgebers auf andere Kriterien Wert. Daher kann Rat und Feedback von anderen Dir Deine persönliche Entscheidung (leider) nicht abnehmen.

Ich wünsche Dir ein „gutes Händchen“ bei der Auswahl Deines neuen Jobs!