Veröffentlicht am 16.06.2019

Brennende Waschmaschinen, chemikalienverseuchte Spielsachen, explodierende Akkus – mein Alltag als Rechtsanwältin bei Noerr

Wer kennt das nicht: der seit Jahren genutzte Toaster fängt plötzlich an, verschmort zu riechen oder beim geliebten Kinderspielzeug ist ein Stück abgebrochen und das Kleinkind steckt es plötzlich in den Mund. Einen solchen Moment nimmt man vielleicht nicht immer bewusst als riskant war und entsorgt das kaputte Produkt schlichtweg. Doch für mich fängt die Arbeit dann erst richtig an.

Zu Noerr kam ich durch puren – und im Nachhinein betrachtet als sehr glücklichen - Zufall. Kurz vor den schriftlichen Prüfungen des 2. Staatsexamens brauchte ich eine kurze Auszeit von dem alltäglichen Lerntrott und fuhr zu einer Recruiting-Veranstaltung nach Frankfurt. Eigentlich wollte ich mir dort nur mal anschauen, was die diversen Großkanzleien in den verschiedenen Bereichen anbieten – immerhin dauerte es noch fast 9 Monate bis ich meinen Berufseinstieg wagen sollte.

Doch Noerr überraschte mich im Gegensatz zu den anderen Kanzleien bereits damals sehr positiv. Anstatt mir in den Einzelgesprächen nur einen generellen Überblick über die Kanzlei zu geben, legte mir der anwesende Partner direkt ein mögliches Jobangebot vor - Produktsicherheit und Produkthaftung bei Noerr in München. Ich war sogleich hellauf begeistert, auch wenn ich von diesem Bereich vorher noch nichts gehört hatte. Bereits in der folgenden Wochen fuhr ich nach München, um das Team und den Bereich kennenzulernen. Zu meiner großen Überraschung bekam ich auch bereits nach dem zweiten Besuch ein Jobangebot.

Nach nun mehr als 1,5 Jahren bei Noerr im Bereich Produktsicherheit und Produkthaftung kann ich mit voller Überzeugung sagen, dass ich für meine Arbeit brenne und mir nichts anderes vorstellen kann. Bereits an meinem ersten Tag hatte ich mit einem Fall zu tun, bei dem ein Mitarbeiter in eine Zerkleinerungsmaschine gestürzt war. Dabei habe ich schnell lernen müssen, dass jeder neue Produktfall trotz aller Aufregung und Panik zunächst einmal überblickt, technisch verstanden, risikobewertet und am Ende mit den jeweils notwendigen und erforderlichen Gefahrabwendungsmaßnahmen versehen werden muss.

Täglich kommen neue Mandanten mit ihren Produkten zu uns und haben Fragen zu den unterschiedlichsten Themen: Welche gesetzlichen Anforderungen müssen meine Produkte einhalten, damit ich sie in Europa in Verkehr bringen kann? Wie gehe ich mit der Beanstandung einer deutschen oder ausländischen Behörde um? Was muss ich tun, wenn ich feststelle, dass mein Produkt ein Risiko für die Sicherheit und Gesundheit von Menschen sein kann und wie wende ich die Gefahr effektiv ab? Diese Fragen treiben unsere Mandanten für alle Arten von Produkten um – Maschinen, Spielzeuge, Elektronikgeräte, Medizinprodukte, Chemikalien, Fahrzeuge. Unsere Büros sind pure Schatzkammern mit den kuriosesten Produkten.

Stellt sich am Ende dann heraus, dass das Produkt tatsächlich risikobehaftet ist und Feldmaßnahmen angezeigt sind, führen wir weltweite Rückrufe durch. Hierbei gilt es, in den jeweiligen Ländern herauszufinden, welche rechtlichen Anforderungen zu beachten sind und ob die lokalen Behörden die geplanten Rückrufmaßnahmen auch mittragen – ein Beamter in Frankreich kann das durchaus anders sehen als ein Beamter in Dubai. Ihr seht - langweilig wird es in unserem Bereich daher nie!

Sollte ich euer Interesse an diesem überaus spannenden Bereich geweckt haben: wir suchen derzeit nach neuen begeisterungsfähigen Teammitgliedern in München. Sprecht mich gern an!



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