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Veröffentlicht am 03.04.2024

Wie gehe ich mit einer „stillen“ Kündigung um?

Vielleicht kennst Du eine derartige Situation als Anwalt oder Anwältin in einer Kanzlei? Niemand spricht mit Dir über Deine Leistungen, aber irgendwie entwickelt sich bei Dir das Gefühl, Du bist nicht mehr willkommen. Das ist ein sehr unangenehmer Zustand und nur schwer auszuhalten. Leider gehört es nicht in jeder Kanzlei zum Kommunikationsstandard, auch über den Wunsch zu sprechen, sich voneinander zu trennen. Wie Du am besten mit dieser Situation umgehst und was Du tun kannst, erklärt Dir Juristencoach Carmen Schön von Schoen Managementberatung in Ihrem Artikel.

1. Mögliche Gründe für eine „stille“ Kündigung

Ich möchte Dir an dieser Stelle gerne einige mögliche Gründe für eine Trennung nennen:

  • Der Partner bzw. Partnerin kommt auf persönlicher Ebene mit Dir nicht gut klar
  • Der Geschäftsbereich – für den Du eingestellt wurdest – entwickelt sich nicht wie erwartet
  • Du bist als Expertin – z.B. Counsel – für die Kanzlei „zu teuer“ – und eigenes Geschäft ist Dir aus verschiedenen Gründen leider nicht möglich zu akquirieren
     

2. Warum macht der Partner bzw. Partnerin das mit mir?

Nun könntest Du sagen „ok, kann ich verstehen – dann muss man darüber miteinander sprechen“. Aus meiner Sicht wäre das auch der beste Weg, aber nicht allen Partnern und Partnerinnen in einer Kanzlei fällt dieser Weg leicht.

Einige „verdrängen“ diese negativen Nachrichten und möchten diese einfach nicht mit Dir besprechen. Und dann stellst Du Folgendes fest (stille Kündigung):

  • Dir werden ungefragt mögliche Stellenangebote weitergeleitet
  • Partner oder Partnerinnen sprechen Dich darauf an, dass im Unternehmen x gerade jemand gesucht wird
  • Du wirst in gewisse Projekte nicht mehr eingebunden

Mit Recht verletzt Dich dieses Verhalten und das hast Du auch nicht verdient. Versuche nun also, aktiv zu handeln, um die Situation für Dich aufzulösen. Was kannst Du tun?
 

3. Was Du nun tun kannst

Am sinnvollsten ist es sicher, wenn Du das Gespräch mit dem Partner bzw. Partnerin suchst und beschreibst, was genau Du gerade wahrnimmst. Erwähne dabei auch gerne, wie es Dir damit geht. Vielleicht möchtest Du auch die Frage direkt stellen, ob dieses der Hinweis sein soll, dass Du Dir etwas Alternatives suchen solltest. Du kannst natürlich auch erst die Antwort abwarten und dann entscheiden, ob sich die Frage für Dich geklärt hat.

Warte mit diesem Gespräch nicht zu lange – denn jeder Tag, an dem Du nicht die Wertschätzung erhältst, die Du verdienst, tut weh und verunsichert Dich verständlicherweise.

Es ist schwer an dieser Stelle zu raten, ob es sich lohnt „für den Job zu kämpfen“. Meistens ist es nicht sinnvoll, wenn Partner oder Partnerin sich schon entschieden hat, sich von Dir zu trennen. Dann ist es auch für Dich und Deine Karriere am besten, nach einer Alternative zu schauen.

Zum Schluss – bitte nehme diese Aktion nicht persönlich und grenze Dich gut ab. Nicht Du hast etwas falsch gemacht, sondern Dein Arbeitgeber ist gerade nicht in der Lage, wertschätzend mit Dir umzugehen. Das ist eine Schwäche von ihm.