Partnerkanzlei

GÖRG

Registrierung

FĂŒr Nachwuchsjurist*innen

Du bist Berufseinsteiger, Referendar oder Student mit außergewöhnlichen Leistungen? Sichere Dir alle Vorteile und bewirb Dich jetzt fĂŒr unser Talentprogramm!

  • Kostenlose Registrierung
  • Top-Kanzleien bewerben sich bei dir
  • Kostenfreie Förderleistungen
  • Mentoring durch berufserfahrene AnwĂ€lte
Als Nachwuchsjurist registrieren

FĂŒr Berufserfahrene

Du hast bereits erste Berufserfahrung als Associate gesammelt? Lass dich von unseren Partnerkanzleien ĂŒberraschen und begeistern!

  • Kostenlose Registrierung
  • Sei Teil des exklusivsten Karriere-Netzwerk
  • Top-Kanzleien kommen auf dich zu
  • Anonym deine Jobanfragen verwalten
Als Berufserfahrener registrieren
Veröffentlicht am 22.04.2024

Das GÖRG-Stipendium – Ein Erfahrungsbericht von Stependiatin Kim Adler

Wir alle haben TrĂ€ume - und wir alle sollten unsere TrĂ€ume verwirklichen können. Allerdings hat nicht jede Person die Mittel, diese TrĂ€ume zu realisieren. Zum Umstand der akademischen Bildung der Eltern treten weitere soziale UmstĂ€nde hinzu. So haben manche Studierende nur noch ein oder sogar kein Elternteil mehr. Zu Letzterem gehört leider GÖRG Stipendiatin Kim Adler. In ihrem Bericht erfĂ€hrst Du wie sie trotz der großen Herausforderungen ihren Traum lebt Jura zu studieren und welche UnterstĂŒtzung sie dabei durch das GÖRG Stipendium erfĂ€hrt.

Der Start ins Studium

Nach dem Abitur studierte ich zunĂ€chst Wirtschaftsrecht. Schnell bekam ich jedoch das GefĂŒhl, dass ich Jura studieren möchte. Ich sage ehrlich, dass mir ein Bachelor zu meiner damaligen Lebenssituation leichter erschien. Nicht das ungewisse Examen. Ja, das Jurastudium kann aus dieser Perspektive angsteinflĂ¶ĂŸend sein. In diesem Semester habe ich dann leider noch meinen Vater aufgrund einer schweren Erkrankung verloren. Ich musste jedoch an das denken, was er mir mit auf den Weg gegeben hat: Du schaffst alles, wenn du es nur willst. Ich entschied mich, mutig zu sein. Zum Sommer startete ich mit dem Jurastudium.
 

Mein Weg zu GÖRG

Durch Zufall bin ich dann im Sommer 2023 auf das GÖRG-Stipendium gestoßen. Ich kannte GÖRG von dem Textmarker aus meiner Ersti-TĂŒte und dem von GÖRG veranstaltetem Sommerfest der juristischen FakultĂ€t an der UniversitĂ€t zu Köln. Schließlich bin ich dann auf der Homepage gelandet und sah die Ausschreibung. Ich dachte mir sofort: Das könnte doch etwas fĂŒr dich sein! Denn mein Mut hatte sich bis dahin gelohnt: Ich erbrachte gute Leistungen im Studium. Das Augenmerk wurde zum einen auf Leistungen gelegt, aber auch auf außeruniversitĂ€res Engagement und insbesondere den Bedarf einer finanziellen UnterstĂŒtzung. Nachdem ich meine Bewerbungsunterlagen abgesendet hatte, habe ich dann online ein persönliches Interview mit einem Partneranwalt der Kanzlei gehabt. Das Interview war nicht an FormalitĂ€ten gebunden, sondern ein angenehmes Kennenlernen und Austausch. Ich war danach sehr positiv eingestellt und habe gespannt auf eine RĂŒckmeldung gewartet. Im September hat mich derselbe Partneranwalt angerufen, um mir die Zusage persönlich zu ĂŒberbringen. Der Förderungszeitraum startete im Oktober 2023.
 

Treffen der Stipendiatinnen und Stipendiaten

Insgesamt sind wir 5 Stipendiatinnen und Stipendiaten ĂŒber ganz Deutschland verteilt. Wir lernten uns zunĂ€chst ĂŒber ein virtuelles Onboarding kennen, in welchem uns insbesondere das Weiterbildungsbudget, die Möglichkeit zur Teilnahme an Seminaren und an den Social Events erlĂ€utert wurden. Im Januar trafen wir uns dann auch persönlich in der Kanzlei. Wir starteten zunĂ€chst mit einer Kennenlernrunde.

Am Nachmittag folgte ein FAQ zum Thema ,,Examensvorbereitung‘‘ mit zwei Associates der Kanzlei, bei dem wir uns offen zu unseren Fragen und Ängsten austauschen konnten. Bei beiden Ansprechpersonen war das Examen noch nicht allzu lange her, sodass sie uns umfassende Antworten und konkrete Tipps geben konnten. Ausblicke nach dem Jurastudium wurden ebenfalls diskutiert: Eine Promotion oder doch lieber einen LL.M.? Beide Associates konnten uns auf diesen Gebieten von ihren persönlichen Erfahrungen berichten, denn die AnwĂ€ltin absolvierte einen LL.M., wohingegen sich der Anwalt fĂŒr eine Promotion entschied.

Abends trafen wir uns zum Abschluss in einem schönen Restaurant zum Austausch mit mehreren AnwĂ€ltinnen und AnwĂ€lten der Kanzlei. Wir konnten weitere Fragen zum Thema Examensvorbereitung stellen und uns in lockerer AtmosphĂ€re kennenlernen. Bei den GesprĂ€chen haben wir noch mehr ĂŒber das Arbeiten bei GÖRG erfahren und wie die AnwĂ€ltinnen und AnwĂ€lte jeweils zu GÖRG gekommen sind. Die Ansprechpersonen arbeiten in verschiedenen Kompetenzbereichen, sodass wir Einblicke in verschiedene Rechtsgebiete bekommen haben.
 

Social Events

Die Stipendiatinnen und Stipendiaten wurden jeweils dem nĂ€chstgelegenen Kanzleistandort zugewiesen. Da ich in Köln wohne, wurde ich dem Standort in Köln zugeteilt. So erhielt ich kurz darauf eine Einladung zu dem nĂ€chsten Social Event, der internen Karnevalsparty an Weiberfastnacht in Köln. Es war eine ausgelassene AtmosphĂ€re, alle hatten sich verkleidet und sogar AnwĂ€ltinnen und AnwĂ€lte aus anderen Standorten waren angereist. Nach nur ein paar Minuten hatte ich viele Kontakte geknĂŒpft. Die meisten haben mich mit einem herzlichen „Du“ empfangen. Die Social Events bieten damit die Möglichkeit, sich sowohl mit AnwĂ€ltinnen und AnwĂ€lten als auch mit dem juristischen Nachwuchs in lockerer AtmosphĂ€re auszutauschen. Neben einer finanziellen UnterstĂŒtzung habe ich somit die Möglichkeit, mir wertvolle Tipps einzuholen.
 

Mentoring, individuelle und finanzielle Förderung

Allen Stipendiatinnen und Stipendiaten werden zwei Mentorinnen und Mentoren zur Seite gestellt: Ein/e Associate und eine erfahrene PartneranwĂ€ltin bzw. ein erfahrener Partneranwalt. Wir können uns bei allen Fragen rund um die Examensvorbereitung, aber auch zu Themen wie Promotion, Arbeitseinstieg etc. an sie wenden. Ich habe mich mit meinen Mentoren zum Mittagessen getroffen und mich dabei ĂŒber das Repetitorium ausgetauscht. Sie haben mich bei der Entscheidung, welches Repetitorium am besten zu mir passt, sehr unterstĂŒtzt. Ich bin mir sicher, dass viele Jurastudierende einfach die rationale Entscheidung treffen, dass das universitĂ€re Repetitorium kostenlos ist und ein kommerzielles Repetitorium aus KostengrĂŒnden daher nicht infrage kommt. Dabei sollten alle Pros und Contras jedes Repetitoriums in die Entscheidung einfließen. Durch das GÖRG-Stipendium ist diese Kostenfrage bei mir stark in den Hintergrund gerĂŒckt.

Als Stipendiatin werde ich zudem zu verschiedenen Seminaren eingeladen. Teilweise erhalten wir sogar individuell auf uns angepasste Seminare, in denen wir zuvor die Themen nennen können, die uns gerade in der Examensvorbereitung beschĂ€ftigen. Dort können wir Probleme rund um unseren Lernalltag in der Gruppe besprechen und bekommen konkrete Lernmethoden aufgezeigt. Ich persönlich finde, dass damit eine wichtige LĂŒcke geschlossen wird, da am Anfang des Jurastudiums selten erwĂ€hnt wird, welche Lernmethoden es gibt und wie ich die Richtige fĂŒr mich finde.

Neben der individuellen erhalte ich eine finanzielle Förderung. Diese umfasst eine monatliche UnterstĂŒtzung in Höhe von 500 € und ein Ausbildungsbudget in Höhe von einmalig 600 € sowie einen Jahreszugang fĂŒr das Repetitorium Jura-Online. Von dem Ausbildungsbudget kann ich mir LehrbĂŒcher bestellen oder dieses fĂŒr das Repetitorium nutzen. Bei der Einteilung des Budgets bin ich völlig frei. Die Förderung erstreckt sich dabei ĂŒber den Zeitraum eines Jahres.
 

Was das GÖRG-Stipendium fĂŒr mich besonders macht

Bereits mein Zugang zum GÖRG-Stipendium war fĂŒr mich besonders: So durfte ich mich im Sommer schon bewerben, obwohl ich nicht zum Herbst, sondern erst ein halbes Jahr spĂ€ter mit dem Repetitorium begonnen habe. Die FörderungszeitrĂ€ume starten jeweils im Oktober, sodass sichergestellt wurde, dass ich auf jeden Fall zum Start meines Repetitoriums gefördert werde und nicht ein halbes Jahr ohne Förderung bis zum nĂ€chsten Bewerbungszeitraum warten muss. Die Förderung startete allerdings auch bei mir bereits im Oktober, sodass ich vorab eine finanzielle UnterstĂŒtzung erhielt und auf die ErfahrungsschĂ€tze der anderen Stipendiatinnen und Stipendiaten zurĂŒckgreifen konnte.

WĂ€hrend des Stipendiums wird bei GÖRG keinerlei Druck aufgebaut. Statt Druck aufzubauen, wird dir der Druck genommen. Ich habe von anderen Stipendien gehört, bei denen in jedem Semester eine gewisse Anzahl von Credits erbracht werden muss oder bestimmte Leistungen nachgewiesen werden mĂŒssen. Das GÖRG-Stipendium verlangt derartige Nachweise nicht. Ich bin in meiner Studienplanung daher frei.

Obwohl ich nur Stipendiatin und nicht bei GÖRG angestellt bin, werden alle meine Anregungen und VorschlĂ€ge positiv aufgenommen. Ich habe stets das GefĂŒhl, dass alle meine Ideen ernst genommen werden. So werde ich immer offen und herzlich empfangen. Bereits in meinem BewerbungsgesprĂ€ch ging es um mich als Person und nicht etwa um meinen Wissensstand zu bestimmten juristischen oder politischen Themen. Auch bei den Treffen und Social Events wird nicht nur ĂŒber das Jurastudium gesprochen, sondern auch ĂŒber alltĂ€gliche Themen. Gerne schweifen wir ab und diskutieren darĂŒber, wer unsere Lieblingsschauspielerin- oder Schauspieler ist oder ob Rosenkohl wirklich ungenießbar ist. Es ist eine ungezwungene AtmosphĂ€re, in der ich mich stets wohlfĂŒhle.

Das GÖRG-Stipendium ist nicht nur eine finanzielle Entlastung, sondern ermöglicht es mir, mich als Stipendiatin in eine Großkanzlei einzubringen und neben der finanziellen UnterstĂŒtzung eine individuelle Förderung wahrzunehmen. Ich bin dankbar, dass GÖRG mich unterstĂŒtzt und an mein Potenzial und meine TrĂ€ume glaubt. Ich kann allen Jurastudierenden nur ans Herz legen, eine derartige Chance zu ergreifen und sich in der nĂ€chsten Bewerbungsphase zu bewerben.

 

Aus GrĂŒnden der besseren Lesbarkeit wird in diesem Erfahrungsbericht auf die gleichzeitige Verwendung der Sprachformen mĂ€nnlich, weiblich und divers (m/w/d) verzichtet. SĂ€mtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen fĂŒr alle Geschlechter.