Veröffentlicht am 23.11.2020

Passionately Global Mobility Programm² in New York

Frau Göretzlehner, Herr Haas, was war bei der Vorbereitung Ihres Mobility Programms wichtig?

Robin Haas: Eines vorneweg: Unsere Kanzlei ermöglicht aus Business Case Gründen oder strategischen Gründen Associates ein Mobility Programm. Man sollte sich früh folgende Fragen stellen und diese in der Reihenfolge angehen:

In welches Land/Büro würde ich gerne gehen? Mit welchem Kollegen vor Ort würde ich gerne zusammenarbeiten? Wann passt es zeitlich am besten? Ideal ist, dass man jemanden im Wunschoffice kennt, für den man gerne arbeiten würde und mit dem man am besten schon ein paar Male zusammengearbeitet hat. Auch wenn der eigene Partner einen unterstützt – es sollte auch immer jemanden geben, der bereit ist, einen „aufzunehmen“. Wenn man sich schon kennt und schon mal zusammengearbeitet hat, vereinfacht es das. Außerdem sollte man sich Gedanken darüber machen, wann das Mobility Programm zeitlich am besten passt und so früh wie möglich mit der Planung beginnen. Man sollte auch bedenken, dass es zeitlich sowohl gut in die eigene (Karriere-)Planung passen sollte, als auch in die Planung des Büros, in dem man das Programm machen möchte. Aus eigener Erfahrung: Man sollte versuchen, das Ende des (lokalen) Geschäftsjahres zu vermeiden, da die Zeit etwas hektisch ist. Mein Lob und Dank geht auch an unsere HR- und Mobility Teams. Die Kolleginnen und Kollegen haben mich in der Vorbereitung toll unterstützt, was mir vor allem bei der Wohnungssuche erheblich geholfen hat. Echt klasse!

Friederike Göretzlehner: Dem kann ich nur zustimmen. In erster Linie muss man sich darüber klarwerden, warum man in einem ausländischen Büro arbeiten möchte und welches Büro überhaupt in Frage kommt - sowohl aus persönlicher Sicht, als auch aus Sicht der Kanzlei. Danach richtet sich dann die spezifische Vorbereitung. Für mich war immer klar, dass ich mein Mobility Programm in einem nordamerikanischen Büro absolvieren möchte. Denn nach meinem LL.M. an der Boston College Law School absolvierte ich das New York Bar Exam und bin seit 2016 als Rechtsanwältin im Bundesstaat New York zugelassen. Diese Ausrichtung passt auch sehr gut zu den Mandanten, mit denen ich im Corporate Bereich sowohl bei Transaktionen als auch bei gesellschaftsrechtlichen Umstrukturierungen zusammenarbeite. Seit Tag eins arbeitete ich in unserer Kanzlei immer wieder auf Projekten des Leiters der Corporate-Praxisgruppe Nordamerika, der mit seinem Team im New Yorker Büro sitzt. Daher war für mich klar: New York soll es werden. Um die Zustimmung der nordamerikanischen Corporate Praxisgruppe zu erlangen, stellte ich dann eine Liste der US-Projekte und US-Mandate zusammen, auf denen ich seit 2016 gearbeitet hatte. So nahmen die Dinge ihren Lauf ...

 

 

 



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