Veröffentlicht am 04.10.2023
Die RICHTIGE Entscheidung treffen – Das solltest Du dabei beachten (Teil 2)

1. Die Pro-Contra-Liste
Ein einfaches Tool, aber sehr wirkungsvoll. Nimm Dir ein Blatt Papier und bilde zwei Spalten. Notiere in der linken Spalte, die Argumente DAFÜR („pro“) auf, rechts die DAGEGEN („contra“).
Schon die Anzahl der Punkte kann ein Indiz dafür sein, ob Du Dich dafür oder dagegen entscheiden solltest. Besser ist es aber, wenn Du die Argumente gewichtest: Manches Contra-Argument ist so schwerwiegend, dass es nicht aufgewogen werden kann.
2. Die Entscheidungs-Mindmap
Auch Mindmaps helfen Dir, Dich zu entscheiden. Insbesondere, weil Du auf einem Blatt Papier Dein Thema und die Argumente visualisiert und Bilder uns oftmals schnell zugänglich sind.
Die Entscheidung, die Du treffen möchtest, steht im Zentrum. Davon zweigen – als Äste – die Alternativen ab. Jeder Ast hat weitere Verzweigungen mit Pro- und Contra-Argumenten. Am Schluss folgt die Bewertung der einzelnen Pfade. Die Dicke der Äste symbolisiert die Stärke Deiner Argumente (oder Du wählst hierfür verschiedene Farben).
3. Die Entscheidungsmatrix
Hierbei trägst Du alle Wahloptionen in Spalten ein. Im zweiten Schritt definierst Du Kriterien, die für Deine Entscheidung von Bedeutung sind. Danach bewertest Du die Optionen nach diesen Kriterien auf einer Skala von 1 bis 10 oder als Schulnoten. Wer die meisten Punkte hat, gewinnt.
4. Der Standpunktwechsel
Sicher kennst Du das - je mehr Emotionen ins Spiel kommen, desto stärker wirken die Kräfte der Verblendung und des Selbstbetrugs.
In dem Fall hilft uns ein Perspektivwechsel. Stelle Dir zum Beispiel die Frage: „Was würde ich einem Freund raten, der vor der Entscheidung steht?“
Der Vorteil dieser Methode ist, dass wir die Dinge bei oder für andere oft klarer sehen als bei oder für uns selbst.
5. Die Best-Case-Worst-Case-Analyse
Wenn Du eine (berufliche) Entscheidung treffen möchtest, stehst Du „vor oder an einer Weggabelung“. Für jede Alternative gibt es für Dich ein Best-Case- und ein Worst-Case-Szenario. Das kannst Du Dir hierbei bewusst machen – und behältst damit auch die langfristigen Konsequenzen im Blick. Solltest Du dabei auf ein Szenario stoßen, dessen schlechtester Ausgang wahrscheinlich ist, dann sortierst Du es einfach aus. Umgekehrt: Ist selbst der schlimmste Fall gar nicht so übel, zeigt sich ein gangbarer Weg.
6. Die Entscheidungsfragen
Wir suchen immer nach der EINEN BESONDEREN Technik, um eine gute Entscheidung zu treffen. Dabei übersehen wir manchmal, dass es nicht immer die ausgeklügelten Methoden sein müssen, die uns eine wertvolle Entscheidungshilfe liefern. Diese Fragen können für Dich auch unterstützend sein:
- Was will ich wirklich?
- Was will mein Herz?
- Was sagt der Kopf?
- Warum will ich das?
- Bin ich ehrlich zu mir?
- Habe ich alle Alternativen geprüft?
- Kenne ich die Konsequenzen?
7. Die Zeitreise-Methode
Kommen wir zu einer letzten interessanten Entscheidungsmethode.
Wie beim Wechsel der Perspektive geht es darum, Distanz zu Deinem „Entscheidungsdilemma“ aufzubauen. Hierzu wurde die 10-10-10 Methode entwickelt.
Sie richtet mittels drei simpler Fragen Deinen Blick in die Zukunft und auf die langfristigen Auswirkungen:
Wie werde ich über meine Entscheidung…
- …in 10Minuten denken?
- …in 10 Monaten denken?
- …in 10 Jahren denken?
Du siehst also, Du bist bei Deiner (beruflichen) Entscheidungsfindung nicht allein. Es gibt viele Werkzeuge, die Dich gerne dabei unterstützen, zu DEINER richtigen und passenden Entscheidung zu kommen. Ich wünsche Dir viel Glück!