Die Welt wird digital – Goldene Zeiten für IT-Anwälte

Alle Welt redet derzeit von der Digitalisierung. Als IT-Anwalt bei Noerr beschäftigst du dich jeden Tag aus juristischer Sicht mit dieser Materie. Was ist das spannendste an dieser Tätigkeit?

Die unglaubliche Dynamik in der digitalen Welt! Die Informationstechnologie entwickelt sich rasend schnell und prägt immer mehr sowohl unseren Alltag als auch das Wirtschaftsleben. Unsere Kommunikation, Berufswelt und Freizeitgestaltung und unser ganzes Konsumverhalten sind zunehmend von der Informationstechnologie geprägt – allen voran vom Internet und den darauf aufbauenden Produkten und Dienstleistungen. In Zukunft werden immer weitere Teile des Lebens digitalisiert. Man denke nur an die autonom fahrenden Autos oder das „Smart Home“, also die vernetzte, „intelligente“ Wohnung.

Was sind denn aus deiner Sicht aktuell die wichtigsten Trends in diesem Bereich?

Für unsere Mandanten, d.h. globale Konzerne aber auch mittelständische Unternehmen, steht die sog. „Digitale Transformation“ im Vordergrund. Dabei geht es um die Digitalisierung praktisch sämtlicher Unternehmensprozesse, wie z.B. Entwicklung, Produktion, Vertrieb und Kundenkommunikation. Enorme Bedeutung kommt dabei dem sog. Internet der Dinge zu, d.h. der Vernetzung von Maschinen und Produkten. Ein besonders anschauliches Beispiel ist der vernetzte Kühlschrank, der selbstständig erkennt, wenn bestimmte Produkte „aus“ sind und sie dann automatisch beim Supermarkt um die Ecke bestellt.

Wie kann ich mir das juristische Arbeiten rund um die Digitalisierung vorstellen? Mit welchen Fragen kommen die Mandanten zu euch?

In erster Linie wollen die Unternehmen natürlich wissen, welche rechtlichen Rahmenbedingungen für ihre neuartigen Geschäftsmodelle zu beachten sind. Hier spielen häufig Datenschutzrecht, Produkthaftungsrecht und Verbraucherschutzrecht eine große Rolle. Nicht selten stellen sich auch regulatorische Fragen, etwa bei Banken oder Versicherungen. Wir sprechen mit den Unternehmen ihre Vorhaben durch und suchen nach den optimalen juristischen Ansätzen für eine gesetzeskonforme und gleichzeitig möglichst kundenfreundliche Ausgestaltung. Dies erfordert auch wirtschaftliches Verständnis und natürlich entsprechende Marktkenntnisse. Informatiker muss man dafür aber nicht sein. Ein großer Teil unserer Arbeit besteht darüber hinaus im Entwerfen und Verhandeln der entsprechenden Geschäftsbedingungen und Verträge.

Das hört sich ganz so an, als ob IT-Recht eines der Rechtsgebiete der Zukunft ist – oder?

Absolut! Es gibt praktisch kein Unternehmen mehr, dass ohne IT-rechtliche Beratung auskommt. Von daher bietet der Job des IT-Anwalts eine enorme Zukunftsperspektive.

Um der Bedeutung der Digitalisierung gerecht zu werden, veranstaltet ihr ja am 19. Mai 2017 den Digital Day 2017. Was erwartet denn die Besucher dort?

Es gibt zahlreiche spannenden Vorträge und Workshops zu den aktuellen juristischen Trends der Digitalisierung. Sie laufen zum Teil in parallelen Streams, die Besucher können sich dadurch diejenigen Vorträge aussuchen, die sie am meisten interessieren. Es handelt sich auch nicht um eine reine Noerr-Veranstaltung, sondern es werden zahlreiche Unternehmen da sein, die Vorreiter der digitalen Revolution sind. Ich selbst z.B. werde einen Workshop zusammen mit der Leiterin der Rechtsabteilung von Microsoft Deutschland halten.

Und das besondere Highlight ist nun, dass Ihr zum Digital Day 2017 erstmalig auch bis zu fünf Nachwuchsjuristen, also Referendare oder Doktoranden einladet?


Genau, wir haben zuletzt auch bei anderen Mandanten-Events große Begeisterung erfahren, als wir Nachwuchs-Juristen die Möglichkeit zur Teilnahme gegeben haben. Diese Events sind ja hochkarätige Informationsveranstaltungen und genau das Richtige vor dem Berufsstart. Das haben zuerst unsere ganz jungen Associates bemerkt – und jetzt profitieren eben auch angehende Anwälte davon. Wer Lust hat, daran teilzunehmen, erhält alle Infos hier. Wir freuen uns auf Eure Bewerbung!