Spannende Entwicklungen im Datenschutzrecht

Yumiko, seit wann bist Du bei Hogan Lovells tätig und warum hast Du Dich genau für diese Kanzlei entschieden?
Seit Juni 2016 bin ich als Associate bei Hogan Lovells tätig. Eine herausfordernde und internationale Tätigkeit ist in Großkanzleien ebenso wie eine gute Ausbildung eine Selbstverständlichkeit. Für Hogan Lovells habe ich mich letztendlich entschieden, weil die Kollegen beim Bewerbungsgespräch einen sehr netten und sympathischen Eindruck erweckten. Dieses Bild passte zu dem Umstand, dass ein Freund von mir bereits seit vielen Jahren bei Hogan Lovells arbeitet. Wenn man einen Großteil des Tages in der Kanzlei verbringt, ist eine gute Arbeitsatmosphäre von großer Bedeutung.

Wenn Du Dich umschaust... was liegt aktuell auf Deinem Schreibtisch?
Fragen zur Datenschutz-Grundverordnung, wohin man schaut, denn diese tritt am 25. Mai 2018 in Kraft und enthält nicht nur viele neue und strenge Vorgaben, sondern auch eine hohe Bußgeldandrohung.

Wie sieht  denn ein typisches Mandat im Bereich Datenschutzrecht aus?
Datenschutzrechtliche Fragestellungen sind sehr divers, so dass es oft kein typisches "Schema F" gibt. Zudem können schon leichte Sachverhaltsänderungen zu anderen rechtlichen Beurteilungen führen. Genau dies macht aber auch gerade den Reiz dieses Fachbereichs aus.

Im Jahr 2018 scheint das Thema Datenschutz sehr präsent zu sein. Welche Themen beschäftigen Dich als Datenschutzrechtlerin besonders?
Als Rechstanwältin interessiert mich natürlich besonders, wie die Gerichte und Datenschutzbehörden die nun einheitlichen europäischen Vorgaben in Zukunft auslegen und anwenden werden und wie sich das Recht entwickelt. Wir merken auch im Diskurs mit Kollegen aus dem Ausland, dass das vermeintlich einheitliche Recht doch eine gewisse Bandbreite an "Interpretationsmöglichkeiten" aufzuweisen scheint, je nachdem, aus welcher "Wiege" man stammt. Es ist hoch spannend, in einem noch verhältnismäßig jungen Rechtsgebiet tätig zu sein, in dem sich derzeit so unglaublich viel bewegt.

Du bist im IPMT-Team (Intellectual Property, Media & Technology) von Hogan Lovells um Partner Dr. Marcus Schreibauer tätig und aktuell sucht Ihr u.a. auch Berufseinsteiger zur weiteren Unterstützung. Welche Kompetenzen sollte ein Nachwuchsjurist unbedingt mitbringen, der in Eurem Team arbeiten möchte?
Wissbegierigkeit und die Bereitschaft, in einem Rechtsgebiet zu arbeiten oder sich einzuarbeiten, das gerade absolute Hochkonjunktur hat und sich eigenständig Gedanken zum Recht zu machen. Wir freuen uns über sympathische Persönlichkeiten, die gerne im Team arbeiten.

Du bist nicht nur Associate in einer weltweit führenden Wirtschaftskanzlei, sondern auch Mutter von drei Kindern. Wie bekommt man das denn alles unter einen Hut?
Ich habe mich, wie einige meiner Kolleginnen und Kollegen, für eine Teilzeittätigkeit entschieden. Ich setze diese in einer verkürzten fünf-Tage-Woche um, damit ich die Kinder auch aus Schule und Kita abholen und ausreichend Zeit mit ihnen verbringen kann. Natürlich muss man dabei auch gut organisiert sein und die Bereitschaft mitbringen, eine gewisse Flexibilität an den Tag zu legen. Klare Absprachen mit dem Partner sind erforderlich.

Welche drei Begriffe assoziierst Du mit Hogan Lovells?
Open doors, Internationalität, Vielfältigkeit

Yumiko, vielen Dank für das nette und informative Gespräch!