Erfolgsmodell „Praktikant, Mentee, Associate”

Er kam, sah und startete durch: Der Dispute Resolution-Anwalt Dr. Tobias Höfling lernte Baker & McKenzie bereits als Praktikant in seinen ersten Studienjahren kennen, nahm über das Mentorenprogramm erneut Kontakt mit der Kanzlei auf und stieg Ende 2013 als Associate im Frankfurter Büro ein.

Wenn Tobias Höfling über seine bisherige Laufbahn berichtet, spürt man, dass er die einzelnen Schritte seiner Karriere sorgfältig geplant hat. Der 30-Jährige arbeitet seit Ende 2013 als Associate in der Dispute Resolution-Gruppe von Baker & McKenzie, die er als Mentee des Mentorenprogramms kennengelernt hatte. Schon zu seiner Schulzeit hat er Jura für sich entdeckt. „Ich fand die Kombination aus Wirtschaft und Recht bereits als Schüler spannend, und mir war schnell klar, dass ich später mit der Juristerei einmal meinen Lebensunterhalt bestreiten möchte“,erzählt Tobias Höfling, wie er erstmals mit seinem späteren Studienfach in Kontakt kam.

Von Bayern nach Australien

Er folgte dem guten Ruf der Universität Passau in die beschauliche niederbayerische Provinz, um dort Jura zu studieren. Dabei hatte der angehende Jurist von Beginn an im Kopf, ein Auslandsjahr an einer Partneruniversität zu verbringen. „Ich schätzte die bayerische Gemütlichkeit in Passau, aber mich reizte das Internationale, das Neue und Fremde“, sagt der gebürtige Unterfranke, den es für ein Jahr lang auf den fünften Kontinent zog. Während seines Studiums im Jahr 2007 an der Monash University in Melbourne, Australien, gewann er Einblicke in das angelsächsische Recht. „Dieses so genannte Common Law orientiert sich weniger an geschriebenen Gesetzen als viel mehr an Präzedenzfällen. Diese Herangehensweise war für mich als deutschen Juristen ziemlich gewöhnungsbedürftig“, sagt er lächelnd und gibt zu, dass er zumindest in dieser Hinsicht ein wenig froh war, wieder in den deutschen Rechtsraum zurückzukehren.

Compliance in der Praxis erleben

Im Studium besaß Tobias Höfling ein besonderes Faible für das Strafrecht. Das war einer der Gründe, die ihn kurz nach seinem Australienaufenthalt zu einem Praktikum bei Baker & McKenzie in München führten: In der Compliance-Gruppe rund um die Partner Dr. Stephan Spehl und Dr. Thomas Grützner lernte er, sein akademisches Wissen zur strafrechtlichen Organisationshaftung in der Praxis anzuwenden. Im Rahmen eines Mandats für ein großes Industrieunternehmen erlebte er, welche Konsequenzen drohen, wenn in einem Konzern ein funktionierendes Compliance-System fehlt. „Dort knüpfte ich den ersten Kontakt zu den Baker-Kollegen, arbeitete an kniffeligen Fällen mit und erlebte die Internationalität der Kanzlei“, berichtet der heutige Associate. Schnell war ihm klar, dass er nach seinem Studium als Anwalt tätig sein wollte. Es sollte jedoch nicht bis zu seinem Berufseinstieg dauern, bis er wieder den Kontakt mit Baker & McKenzie aufnahm: 2011 wurde er Mentee im Career Mentorship Programme (CMP).

Türöffner Mentorenprogramm

„Als Mentee öffneten sich für mich die Türen in die Kanzlei“, blickt Tobias Höfling auf seine CMP- Zeit zurück. Neben den Treffen mit seinem damaligen Mentor Thomas Grützner sind es die vielen Elemente des Programms, die Baker für ihn als Kanzlei unverwechselbar machten: die Hard und Soft Skill Seminare der Mentorship University wie etwa der Legal Writing Workshop, den sein heutiger Mentor Dr. Ragnar Harbst leitete, Summer Camps in internationalen Baker-Büros und Kanzleievents wie das Sommerfest in München. „Den Ausschlag dafür, dass ich schließlich als Anwalt bei Baker gelandet bin, gab meine Referendarzeit in meiner heutigen Praxisgruppe“, zieht Tobias Höfling Bilanz. Die beiden Dispute Resolution-Partner Prof. Dr. Jörg Risse und Dr. Heiko Haller machten ihn nicht nur mit großen Schiedsgerichtsverfahren in der Praxis vertraut, sondern begeisterten ihn auch konkret für seinen Einstieg bei Baker.

Afrika, Afrika

Bevor es zu seinem Einstieg bei Baker & McKenzie kommen sollte, stand allerdings noch eine Wahlstation auf seiner Agenda. Wie schon während seines Studiums erfasste ihn wieder das Fernweh – diesmal in afrikanische Gefilde. „Meine Station in der Deutschen Botschaft Windhuk war unwahrscheinlich aufregend. Ein großer Vorteil dieser relativ kleinen Vertretung: Ich war mitten im Geschehen und koordinierte Hilfe während der großen Dürre, die 2013 im Land herrschte“, berichtet Tobias Höfling über seine Zeit in Namibia. Zusammen mit dem Roten Kreuz evaluierte er Bedarfslagen und stand außerdem deutschen Strafgefangenen bei konsularischen Fragen zur Seite. Also weniger juristische Herausforderungen als diplomatische Aufgaben, die der heutige Großkanzlei-Anwalt aber „nicht minder spannend“ fand.

Ein juristischer Querschnitt

Sein Referendariat bei Baker hat ihn gut auf den Berufseinstieg vorbereitet. „Es gab keine böse Überraschungen“, schmunzelt er und gibt Einblicke in seine Mandatsarbeit: An einem Tag ist es der Bau eines großen Kraftwerks, am nächsten die Lieferung von Schienenfahrzeugen, welche er prozessrechtlich begleitet. Dabei trifft er nicht nur auf verschiedene juristische Facetten, sondern auch auf ganz unterschiedliche Unternehmenskulturen bei den Mandanten. Für weitere Abwechslung sorgt die Zusammenarbeit mit Kollegen über die Landesgrenzen hinweg. So kommt es vor, dass er gemeinsam mit Anwälten aus dem Pariser oder dem Zürcher Büro an Fällen tüftelt. Er ist überrascht von der großen Bandbreite seiner Arbeit. „Dass ich täglich Neuem begegne und ständig in der Praxis dazulerne, war mir nicht bewusst, als ich mich damals für ein Jurastudium entschied“, sagt Tobias Höfling – und ist froh darüber, diesen Weg eingeschlagen zu haben.