RECHT persönlich: Das clavisto-Interview mit Tim Spranger

Herr Spranger, ein optimaler Arbeitstag beginnt für Sie mit:
Sofern es überhaupt so etwas wie einen "optimalen Arbeitstag" gibt, dann beginnt er mit einer Tasse Tee und ohne allzu viel Hektik; das ist schon die halbe Miete.

Wenn Sie an Ihr Jurastudium denken, woran denken Sie zuerst?
Weinberge, eine Professorin mit Vorliebe für Leuchttürme und ganz einfach eine wunderschöne Zeit!

Warum ist eigentlich "Steuerrecht" der beste Fachbereich überhaupt?
Hochmut kommt bekanntlich vor dem Fall. Deswegen zwar vermutlich nicht der beste Fachbereich, aber wer gern auf der Schnittstelle von verschiedensten Rechtsgebieten (Gesellschaftsrecht, Arbeitsrecht, Finanzierung, Aufsichtsrecht, um nur einige wenige zu nennen) arbeitet und bereit ist, sich jeden Tag aufs Neue vom eigenen Rechtsgebiet überraschen zu lassen, ist hier genau richtig.

Ihre Tätigkeit als Rechtsanwalt in einer führenden Wirtschaftskanzlei in 3 Worten:
Herausfordernd, vielseitig, kurzweilig.

Kennen Sie ein Vorurteil über Juristen, das auf keinen Fall stimmt?
Wenn, dann dass jeder Jurist gleich Jurist ist. Leider ist es mir nämlich manchmal noch bei den interessantesten und sympathischsten (also vermeintlich unjuristischsten) Personen passiert, dass sie sich am Ende trotzdem als Juristen entpuppt haben (und umgekehrt).

Wenn Sie nicht Jurist geworden wären, was würden Sie heute machen?
(Hoffentlich) Ein Opernorchester dirigieren.

Was muss man Ihrer Meinung nach als Nachwuchsjurist unbedingt mitbringen?
Neben dem Üblichen (gute Noten und Zeit) vor allem Spaß an der Sache und dem Umgang mit anderen Leuten! Ansonsten reicht es vollkommen, wenn man ein Mensch wie du und ich ist.

Der Soundtrack Ihres Lebens wird gespielt von ... ?
…den Dingen, die einen erwarten, wenn der Computer am Ende des Tages dann heruntergefahren ist.

Herr Spranger , vielen Dank für das Gespräch!